Jahresrückblick 2021

 

Einfach machen: Das ist das Motto, welches ich mir für 2021 gegeben habe. Und insgeheim habe ich noch ein Wort dazu gedacht, nämlich "Einfach weitermachen", denn ich fühlte mich in einem Prozess, aus dem ich nicht einfach aussteigen wollte und konnte. So vieles habe ich 2020 angestoßen, in meinem Jahr der ersten Male

  • schlaubatz goes online: Damit höre ich nicht einfach auf – es macht viel zu viel Spaß – und nur Kontinuität bringt Sichtbarkeit. Darum: weitermachen!
  • meine Online-Fortbildungen: Klar, wenn ich mit einer Herbstfortbildung beginne, müssen auch Winter, Frühling und Sommer folgen. Also: weitermachen!
  • mein Umgang mit Corona: Es ist noch immer nicht vorbei, es belastet, es nervt, es ist manchmal nur ein Hintergrundrauschen, doch aufhören tut es noch nicht – und ich muss (irgendwie) weitermachen.

Das Schöne an diesem Motto ist, dass ich es unterschiedlich betonen kann und es dadurch unterschiedliche Bedeutungen bekommt, die schließlich auch ganz gut mein Jahr beschreiben.

  • Einfach machen, wie: einfach loslegen, etwas ausprobieren, etwas durchziehen, sich etwas (zu-)trauen
  • Einfach weitermachen, wie: durchhalten, sich durchbeißen, unaufhaltsam wie ein Schlepper durchs Fahrwasser pflügen
  • Einfach machen, wie: etwas erleichtern, etwas vereinfachen, etwas verständlich machen
  • Einfach weiter machen: etwas erweitern, seinen Horizont vergrößern, seine Perspektive erweitern 

All das erwartet dich in meinem Jahresrückblick 2021 – Einfach machen. Viel Spaß beim Lesen!

Und wer weiß, vielleicht findest du dich ja an der ein oder anderen Stelle wieder.


Einfach Weiter online-fortbildungen Machen

2020 habe ich meinen ersten Online-Kurs sowie die erste Jahreszeitenfortbildung zum Thema Herbst entwickelt und durchgeführt. Und da das Jahr nicht nur eine Jahreszeit hat, habe ich weitergemacht und auch die Winter-, Frühlings- und Sommerfortbildung ins Leben gerufen. Nach der Winterfortbildung 2021 schrieb mir eine Teilnehmerin:

"Das Angebot sollte nicht nur für "Kita"-Kinder lauten, sondern Hortkinder oder auch naturliebende Personengruppen ( Pfadfinder, Naturforscher) mit einschließen."

Dem Rat bin ich gefolgt, habe meine Fortbildungen geöffnet und nun nicht nur Erzieher*innen dabei gehabt, sondern auch Mamas und Papas, Horterzieher*innen und Leiter*innen von Naturspielgruppen. Aus dem Titel "Winter entdecken in der Kita" wurde "Winter entdecken mit Kindern" und das führte ich für alle Jahreszeitenfortbildungen fort.

 

Wir haben gemeinsam so unglaublich viel gelernt und gemeinsam entwickelt – mehr als 130 Spielideen bei jeder einzelnen Fortbildung. Das ist ein Fundus, aus dem alle schöpfen können. Mit dabei sind: kleine Theaterstücke, Schattentheater, Bewegungs- und Mitmachgeschichten, Klanggeschichten und Kinderlieder, Forscheraufträge und Experimente (u.a. mit Schwarzlicht und Lakmuspapier), Fingerspiele und Abzählgedichte und noch so viel mehr! Was möchtest du gern einmal entwickeln? Die Wünsche meiner Teilnehmer*innen sind mir sehr wichtig und ich versuche, sie im Laufe der Fortbildung zu erfüllen.

Auch das Wissen, welches ich vermittle, begeistert mich immer wieder, denn ich beziehe die neuesten Forschungsergebnisse in die Fortbildungen mit ein: Wusstest du zum Beispiel, dass Ameisenlarven in ihren Eiern bei Gefahr Töne von sich geben können, damit sie schneller in Sicherheit gebracht werden? Spannend, oder!

 

Natur begeistert mich immer wieder und diese Begeisterung gebe ich in meinen Fortbildungen weiter. Das wohl schönste Kompliment für mich war, dass einige Teilnehmerinnen gleich an mehreren meiner Fortbildungen teilgenommen haben – Kerstin war sogar bei all meinen Kursen dabei und jedes Mal traurig, als wieder einer zu Ende ging. Das macht mich unheimlich stolz. Sie schrieb:

"Liebe Antje, jedesmal wenn eine Fortbildung zu Ende geht, dann habe ich das Gefühl: "Jetzt fehlt mir etwas". Dir gelingt es auf so eine tolle Art dein Wissen an die Teilnehmer weiter zu geben. Ich bin schon lange mit den Kindern in der Natur unterwegs, aber du schaffst es immer wieder, mich zu überraschen und mir neues Wissen zu vermitteln. Als ich mit meiner Idee von den Schattenfiguren kam warst du sofort dabei und hast so tolle Figuren entwickelt. Vielen Dank dafür."

 

Wichtig bei den Fortbildung ist mir, dass ich Dinge einfach mache: Sachverhalte verständlich erklären, immer wieder den Bogen zur Kinderwelt schlagen, Kinderfragen anbringen, die als Einstieg in ein Thema gut genutzt werden können. Die Spielideen selbst sind auch einfach gehalten, brauchen nicht viel Material – man kann also einfach loslegen, oder einfach machen. 

 

2020 hatte ich mir vorgenommen, mehr schlaubatz Kindergeschichten zu schreiben. Und das ist mir tatsächlich gelungen: Zu jeder Jahreszeitenfortbildung gibt es eine Kindergeschichte dazu. Mittlerweile habe ich über Gänseblümchen und Kiefer, Eichhörnchen, Feuerwanze und Hummel geschrieben – kleine Abenteuer, in denen schlaubatz und somit auch wir, Wissenswertes über die Natur erfahren. Mein Vorsatz für 2022: weiterschreiben. Mir schwirren noch so viele Geschichten im Kopf herum. Die müssen auf's Papier! Und vielleicht erfülle ich mir auch den Traum des Illustrierens. Lass dich überraschen! 

 

Neben den Jahreszeitenfortbildungen habe ich ein weiteres Online-Seminar ausgearbeitet: "Natur im Lied – wie du aus Naturwissen ein Kinderlied schreibst". Ich habe schon so einige selbst geschriebene Lieder gesehen – basierend auf bestehenden Melodien. Doch oftmals haben sie sich irgendwie nicht harmonisch angehört: Entweder musste ich ganz schnell singen, um den Text in die vorgegebene Melodie zu pressen, oder ich musste Worte laaang ziehen, damit sie die Melodie ausfüllen. Das muss sich doch verbessern lassen, dachte ich mir, und habe ein Online-Seminar entwickelt, in dem ich den Teilnehmer*innen genau zeige, wie man ein bestehendes Lied auswählt, es analysiert und basierend auf dem vorgegebenen Text – der ja schon harmonisch zur Melodie passt, immerhin waren ja Komponisten am Werk – einen neuen, harmonischen Text schreibt. Ich persönlich nutze diese Methode, um Kinderlieder zu Naturthemen zu schreiben, doch du kannst auf diese Weise ein Lied zu jedem möglichen Thema schreiben

 

Was ich für 2022 plane? Vielleicht noch ein Online-Seminar entwickeln: "Natur im Spiel – wie du zu Naturwissen ein Brettspiel entwickelst".  


endlich wieder führungen machen

Durch Corona ist ja eine meiner Lieblingsbeschäftigungen komplett ausgefallen: Stadt- und Naturführungen. 2020 ging gar nichts, 2021 dann endlich wieder die ersten Versuche: 

  • Im Rahmen des #ErlebnisWinterRostock habe ich mit mehreren Familien Stadt und Natur in Rostock entdeckt.
  • Über den Sommer hinweg habe ich für die Tourist-Information Warnemünde Kinderführungen in Warnemünde sowie Naturführungen in Markgrafenheide durchgeführt. In kleiner Runde ging es durch das Seebad: Wir haben herausgefunden, wie man mit einer Kirche die Himmelsrichtung bestimmt und was Hausmarken sind. Bei den Naturführungen haben wir unterschiedliche Borkenarten entdeckt, einen Baum blind ertastet und ihn sehend wiedergefunden. Auch 2022 sollen diese Führungen wieder stattfinden – ich freu mich drauf!
  • Im September standen die Klostertage wieder an und ich habe erneut die Dänische Königin Margarete gespielt, die 1271 das Kloster zum Heiligen Kreuz in Rostock gestiftet hat. Sogar das NDR Nordmagazin hat darüber berichtet.
  • Im November habe ich im Rahmen der Rostocker Lichtwoche zwei Taschenlampenführungen am Kloster zum Heiligen Kreuz durchgeführt. Ich bin mit den Kindern auf die Suche nach mittelalterlichen Mauerverbänden gegangen und wir haben tatsächlich den gotischen, wendischen und den Kreuzverband gefunden. 
  • Und auch mit der ein oder anderen Schulklasse bin ich durch Rostock gestöbert: Wir haben Greifen gezählt und herausgefunden, wer das größte Bild der Stadt gemalt hat. Es gab erstaunte Ausrufe: "Wie, die Damen haben früher keinen Schlüpfer getragen?" und wir haben die Fächersprache ausprobiert. Absolut amüsant – sowohl für die Kinder als auch für mich.

Im Spätherbst bin ich übergesprudelt vor Begeisterung, als ich von meiner Arbeit erzählt habe – eine Reporterin der Ostsee-Zeitung hatte um ein Interview gebeten. Am Ende meinte sie: "Am liebsten würde ich sofort eine Kinderführung bei Ihnen buchen." Gern doch, denn die Kinderführungen sind auch für Erwachsene was. Im Dezember ist ein ganz wunderbarer Artikel in der Ostsee-Zeitung erschienen.


Familienleben: einfach machen

Corona forderte auch 2021 wieder dauerhafte Flexibilität in der Familie – und ich jongliere weiter, um alles irgendwie unter einen Hut zu bringen. 

 

Lockdown: Ich gehe viel mit meiner Lütten raus, wir sammeln Glasscherben am Strand, werden zu Eiszapfen-Einhörnern, machen Picknick in den Kösterbecker Bergen, entdecken neue Pfade und Spechtbäume, spielen Kniffel mit Freunden per Videotelefonie. Doch irgendwann kommt dann doch das: "Mami, mir ist langweilig."

Also denke ich mir eine Fotosafari für meine Lütte aus – sie darf Zettelchen ziehen zu Ort und Motiv. Und dann ziehen wir los und entdecken fotografisch neue Ecken von Rostock und Umgebung. Wir fotografieren nur blaue Dinge in Kessin, alles in den Ritzen von Kassebohm und Rotes in Ribnitz-Damgarten. Zuhause werden die Fotos zu Collagen zusammengesetzt. Das macht richtig viel Spaß – und die Ergebnisse sehen wirklich klasse aus! Lies mehr darüber in meinem Blog!

Englisch lernen im Fernunterricht ist nicht so der Hit und meine Tochter kämpft mit unregelmäßigen Verben und englischer Grammatik. Ich höre sie meist auf Spaziergängen ab, denn im Laufen lernt es sich besser als am Schreibtisch. Doch nur mündlich reicht nicht. Um Spaß und Abwechslung ins Lernen zu bringen, entwickle ich Rätsel, mit denen sie die Schreibung der unregelmäßigen Verben üben kann.

Später geht es um die richtige Verwendung von Simple Present, Simple Past und Present Progressive. Die Bildung ist klar, doch wann setzt man was ein? Da steht meine Lütte auf dem Schlauch. Also überlege ich mir, wie ich eigentlich die Entscheidung treffe, schreibe meine Gedanken auf und schon entsteht ein Entscheidungspfad mit einfachen Ja-Nein-Fragen, die zur richtigen Zeitform führen. Töchting probiert es aus und: Es funktioniert! Das spricht sich rum und schon bald profitieren auch einige ihrer Klassenkameraden davon. 

Da sicher auch andere Eltern in einer ähnlichen Situation stecken, biete ich das Englische Übungsmaterial nun auch in meinem Shop an.


wie für mich gemacht

Es gibt so Dinge, die sind wie ein Karamellbonbon, den man sich gönnt, den man mit geschlossenen Augen genießt und durch den Mund schiebt, dessen Süße sich cremig verteilt und über dessen Nachhall man sich noch lange freut. 

2021 habe ich mir zwei Karamellbonbons gegönnt – wohl eher große Karamellbonbontüten, denn jeden Monat darf ich mir einen neuen daraus nehmen. 

 

Auf meinen ersten Karamellbonbon bin ich gestoßen, als ich die vielen kostenfreien Kurse durchstöbert habe, die die Teilnehmer*innen von Sigruns SOMBA Kickstart angeboten haben – du erinnerst dich, durch Sigrun habe ich selbst gelernt, wie man einen Online-Kurs aufbaut. "Dating a painting" hieß der Kurs, der mir ins Auge fiel – Triff ein Gemälde. Ich mag Kunst sehr, doch oftmals stehe ich vor einem Bild und weiß nicht recht, was mir der Künstler sagen will oder welche Geschichte ein Gemälde erzählt. Ich kann es einfach nicht lesen und das bedauere ich sehr. Dieser Kurs hat mich Lesen gelehrt. Liliya hat es wunderbar verstanden, mich mit auf eine Reise in verschiedenste Gemälde hinein zu nehmen: Wo kommt das Licht her, welche Bedeutung hat es, welche Handhaltung haben die Figuren auf dem Bild, worauf wird verwiesen? Ich begann zu sehen und zu verstehen und es hat mich schlicht fasziniert. Darum blieb ich dabei und entdecke nun jeden Monat mit ihr und anderen Kunstbegeisterten der ganzen Welt verschiedenste Gemälde – online. Während andere ihren Sonntagsfilm genießen, tauche ich ab in Liliyas tiefgründige und unterhaltsame Kunstlektionen. Schicht für Schicht enthüllt sie ein Gemälde, berichtet vom Leben der Künstler, den Gegebenheiten der Zeit und schlägt den Bogen hin zu Symbolen und Bedeutungen. Jeden Monat ein neues Gemälde – jeden Monat ein neuer Karamellbonbon. Was für ein Genuß! 

 

Meinen zweiten Karamellbonbon habe ich mir zum Frauentag gegönnt: Das Money Bootcamp der Australierin Denise Duffield-Thomas. In diesem Kurs geht es um weit mehr als um die Einstellung zum Geld – es ist Persönlichkeitsentwicklung pur, wenn man sich darauf einlässt. Und das tue ich. Was mir während des Kurses deutlich geworden ist: Meine Schwäche ist eigentlich meine Stärke. Ich war schon als Kind voller Ideen, doch mein Umfeld sagte: Du bist ein Träumer. Ich habe die beneidet, die nur ein großes Talent haben, es ausgebaut haben und so stringent ihren Weg gehen. Mir fiel vieles leicht, doch welchen Weg sollte ich gehen? Ich empfand meinen Ideenreichtum manchmal mehr als Last denn als Segen, weil er mich am Vorankommen hinderte. Es war eher ein Ausprobieren: mal hier, mal da, aber nichts Richtiges. Durch die Arbeit mit Denise ist mir jedoch klar geworden, dass dieser Ideenreichtum gerade meine Stärke ist und dass ich sie noch viel mehr ausspielen und mich darauf stützen kann. Auf einmal ist vieles klarer und ich freue mich auf noch viele weitere Aha-Momente!

 

Eine weitere Fortbildung hat mich in 2021 fasziniert: "Von Bohlen und Balken – Der Stoff, aus dem Kirchen sind". Ich habe mich vor einigen Jahren zur Kirchenführerin ausbilden lassen und nehme auch weiterhin an einigen Fortbildungen des Zentrums Kirchlicher Dienste des Kirchenkreises Mecklenburg teil. Und ganz ehrlich: Wann hat man schon mal die Gelegenheit, im Dachstuhl der Kirche des Klosters Sonnenkamp herumzuklettern? Die Kirche stammt aus den 1230er Jahren und das Dach wird von über 1.000 Jahre alten Eichenbalken getragen. Mit der Hand über diese Balken zu streichen und die Holznägel zu berühren – in dem Wissen, wie viele Jahre sie schon auf dem Buckel haben – das ist schlicht beeindruckend. Und dann das Kribbeln im Bauch, wenn man auf einer alten Backsteinkuppel steht und weiß, dass es ein paar Dezimeter weiter zig Meter in die Tiefe geht. Hui! 


einfach mal 'ne Auszeit machen

Kleine Auszeiten sind so wichtig – darum nehme ich sie mir regelmäßig. Sei es ein Spaziergang durch den Wald und am Strand entlang, ein Sushi-Abendbrot im Naturschutzgebiet mit Töchting oder einfach nur beim Sonntagstee das geschäftige Treiben am Vogelhäuschen beobachten.

 

Urlaub in Coronazeiten – geht das? Wir hatten Glück, denn kurz vor Urlaubsbeginn hat Dänemark sich wieder für Touristen geöffnet. Und so bin ich mit Mann und Kind mit dem Wohnmobil einmal rund Dänemark gefahren – es war herrlich! Auf der Nordseeinsel Rømø konnten wir sogar mit dem Wohnmobil AUF den Strand fahren, ein irres Gefühl. In Skagen standen wir mit einem Bein in der Nord- mit dem anderen Bein in der Ostsee und schließlich mit beiden Beinen auf einer riesigen Wanderdüne. Fredrikshavn mit seiner langen Einkaufsmeile hat uns erschüttert, denn wegen Corona standen mindestens die Hälfte der Geschäfte leer. In der Nähe von Silkeborg haben wir Seenlandschaft und Ruhe genossen, denn es war noch Vorsaison und kaum Menschen unterwegs. So geht entspannter Urlaub. 

Aufregender wurde es im Herbst, als wir in den Heidepark gefahren sind. Ich liebe ja Achterbahnen & Co. und habe mit Töchting nun einen Companion gefunden, der daran ebenso viel Freude hat wie ich. Wir haben fast alles ausprobiert: von der Krake, bei der es fast im 90-Grad-Winkel bergab ging, über die Riesenachterbahn bis hin zum High-Speed Desert Race, wo man in die Sitze gepresst und auf die Bahn katapultiert wird. So viel wie an diesem Tag habe ich lange nicht mehr gekreischt und gelacht.

 

Natur pur ist meine liebste Auszeit. Ich habe mit meiner Tochter wieder eine Kanutour auf der Peene gemacht. Landschaftlich unheimlich schön, doch mit Gegenwind ganz schön anstrengend. Zum Geburtstag habe ich mir eine lange Wanderung auf dem Darß gegönnt und auch zwischen Weihnachten und Neujahr hat es uns wieder auf meine Lieblings(halb)insel gezogen. Warst du noch nie auf dem Darß? Dann komm unbedingt mal her – es lohnt sich!


einen traum wahr machen

Welchen dieser Sätze hast du schon einmal gehört:

  • Puste die Kerzen auf deinem Geburtstagskuchen aus, wünsch dir was, aber erzähl es keinem!
  • Schau, eine Sternschnuppe: Wünsch dir was, aber verrate es keinem, sonst geht der Wunsch nicht in Erfüllung!
  • Eine Wimper: Puste sie weg, wünsch dir was, aber erzähl niemandem, was du dir gewünscht hast. 

Ich gestehe: Ich habe alle drei Sätze mehr als ein Mal gehört – und mich bisher auch immer daran gehalten. Zu dumm, denn wie viele Wünsche gehen aufgrund unnützen Schweigens nicht in Erfüllung?! Deswegen bin ich sehr froh, dass mir meine Mutti einige ihrer Träume verraten hat: Eine Nacht in einem Kaufhaus verbringen und alles ausprobieren können. Oder: Ein Mal im Leben Pontiac fahren.

 

Das Kaufhaus wird schwierig, aber der Pontiac ... Meine Mutti hatte 2021 einen großen, runden Geburtstag und so habe ich mich an ihrem Pontiac-Traum versucht. Ich habe Freunde angeschrieben und einen U.S.-Cars Clubs, habe einen Post in U.S.-Cars-Facebookgruppen und auf meine Facebookseite gesetzt. Ich wäre bereit gewesen, mit meiner Mutti durch ganz Norddeutschland zu fahren, um ihr diesen Traum zu erfüllen.

Und, was soll ich sagen: Wir haben einen U.S.-Cars Club in Schwerin – meiner Heimat und dem Wohnort meiner Mutti – gefunden und dort gab es tatsächlich einen roten, bissigen Pontiac Firebird. Und: Sie waren mehr als bereit, mit meiner Mutti eine Ausfahrt zu machen. "Aber Antje", sagte mir Hartmut, der Besitzer des tollen Gefährts, "Nur mit dem Pontiac von A nach B fahren? Das geht doch besser. Ich frage mal in die Runde, wer noch mitkommt." Am Ende waren es neben dem Pontiac noch 7 weitere U.S. Cars: vom Ford Mustang und Pontiac Catalina bis Ford Edsel und Chevrolet. Der Wahnsinn!

Meine Mutti wusste von nichts – und ist aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen, als nicht nur der rote Pontiac vor ihr stehenblieb, sondern auch noch die anderen Autos blank poliert in Kolonne vorfuhren. Ihr glückliches Gesicht an diesem Tag werde ich für immer im Herzen behalten – das war wohl mein emotionalster Moment 2021

 

Drum: Sprich deine Wünsche laut aus, denn du weißt nie, wer es hört und den ersten Stein ins Rollen bringt. 


Fazit und ausblick

Es war ein ereignisreiches Jahr. Doch welche von meinen Vorhaben 2021 habe ich umgesetzt

  • Familie und Freunde ohne Bedenken und Sorgen treffen und drücken. // 😃 Das ging in Teilen zum Glück wieder! 
  • Den Geburtstag meiner Lütten nachfeiern, weil er im November wegen C* ausfallen musste. // 🥳 Aus der Geburtstagsfeier wurde eine Halloweenparty. Und aus der diesjährigen Geburtstagsfeier wird ein Torten-Backkurs für sie und ihre Freundin.
  • Weitere Fortbildungen und Kurse für Erzieher/innen anbieten, um sie im Naturentdecken mit Kindern zu unterstützen. // 😃 Hat geklappt: 4 Jahreszeitenfortbildungen, 1 Kompaktkurs und 1 Seminar.  
  • schlaubatz als Plüschfigur - das wäre mein Träumchen. // 😴 Davon träume ich noch ein bisschen weiter. Eines Tages ...
  • Einen Material-Shop ins Leben rufen, den ich mit meinen Ideen und Hintergrundwissen füllen kann, damit Erzieher/innen und Pädagogen ruckzuck Wissen und Vorlagen zu verschiedensten Themen herunterladen können. // 😎 Da arbeite ich dran. Es ist mein großes Ziel für 2022.
  • schlaubatz Kindergeschichten schreiben. // 🤩 Oh ja, das habe ich gemacht und es wollen noch viel mehr zu Papier gebracht werden. Auch ein Vorhaben für 2022.
  • Und: Einen Punkt auf meiner „Bucket-List“ abhaken und mit der Familie im Zoo übernachten. Das wär's! // 🙃 Das hat leider noch nicht geklappt – vielleicht 2022. 

Was nehme ich mir außerdem für 2022 vor?

  • Ich möchte bekannter werden und mit meinen Angeboten noch viel mehr Naturbegeisterte erreichen. Also: Hilf mir dabei und erzähl anderen gern von dem, was ich so mache. 
  • Ich möchte eine Kräuterwanderung machen.
  • Ich möchte spannende Menschen kennenlernen und eine Freundschaft schließen.
  • Ich darf ja mal träumen und meinen Traum auch laut aussprechen: Ich wünsche mir, dass meine schlaubatz Kindergeschichten in der GEOmini veröffentlicht werden.

 

Ein Motto für 2022 habe ich nicht gefunden, dafür jedoch ein Wort, das mich durchs Jahr begleiten soll. Und dieses Wort lautet: Licht

Im Sinne von: shine your light, Helligkeit, Freude, etwas ausleuchten, einen Lichtstrahl auf etwas werfen – ich bin gespannt auf all die Interpretationen von Licht, die 2022 für mich bereithält. 


P.S. Danke an Judith von Sympatexter für das schreibtechnische Leiten durch so einen Jahresrückblick. 


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Mein Jahr der ersten Male – 2020

 

Lies, wie mein Jahr 2020 gelaufen ist, wie ich mit Corona klar gekommen bin und meine Reise ins Online-Business gestartet habe. Spannend!


schlaubatz entdeckerpost

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